Lamellenlampe: Wandleuchte aus gestecktem Birkensperrholz
Halbrunde Lamellen aus Birkensperrholz, gesteckt auf ein Rückgrat mit Kammschlitzen: Diese Wandleuchte macht aus einem LED-Streifen weiches, blendfreies Licht.
Eine Wandleuchte, die vollständig aus flachen Teilen entsteht: Auf einem senkrechten Rückgrat sitzt Schlitz an Schlitz, und in jeden davon steckt eine halbrunde Lamelle aus Birkensperrholz. Alle Lamellen sind derselbe Zuschnitt — erst die Reihe der Kammschlitze gibt ihnen Abstand und Richtung. Geleimt oder geschraubt wird nichts, der Stapel hält sich über die Steckung selbst.
Das Licht kommt von unten und bleibt dabei unsichtbar. Ein warmweißer LED-Streifen sitzt im geschlossenen Sockel und strahlt an der Wand entlang nach oben, hinter die Lamellen. Zu sehen ist deshalb nie die Lichtquelle, sondern nur, was sie trifft: Jede Lamelle fängt einen Teil des Lichts ab und gibt ihn als leuchtenden Bogen weiter. Auch aus kurzer Entfernung blendet davon nichts.
Der Reiz liegt darin, wie wenig es braucht — zwei Sorten Teile, ein Werkstoff, ein Durchgang am Laser. Birkensperrholz ist hell genug, um das Licht weiterzugeben, und fest genug, dass die dünnen Lamellen ohne Verstärkung tragen. Wie lang die Leuchte wird, entscheidet allein die Zahl der Schlitze im Rückgrat: Dieselbe Zeichnung ergibt eine kurze Leseleuchte über dem Bett oder ein Lichtband über die halbe Wand. Von uns kommen die geschnittenen Teile — LED-Streifen, Netzteil und Montage steuern Sie selbst bei.
Häufige Fragen
Wie ist die Lamellenlampe aufgebaut?
Aus zwei Sorten Teilen: einem senkrechten Rückgrat mit gereihten Kammschlitzen und den halbrunden Lamellen, die darin stecken. Beide kommen flach aus derselben Platte Birkensperrholz. Zusammengesetzt wird ohne Leim und ohne Schrauben — die Schlitze halten die Lamellen auf Abstand und in Position.
Warum blendet die Leuchte nicht?
Weil die Lichtquelle nie im Blickfeld liegt. Der LED-Streifen sitzt unten im Sockel und strahlt nach oben hinter die Lamellen. Sichtbar sind nur die angeleuchteten Holzbögen, und die geben das Licht weich und gestreut weiter.
Welches Material eignet sich für so eine Leuchte?
Helle, dünne Plattenwerkstoffe. Wir haben Birkensperrholz gewählt, weil es das Licht gut weitergibt und die schmalen Lamellen trotzdem tragen. Finnpappe wirkt ähnlich weich, opales Acrylglas streut stärker. Wichtig bleibt bei jedem Material genug Abstand zwischen Leuchtmittel und Werkstoff — LED-Streifen sind dafür geeignet, warme Leuchtmittel nicht.
Lässt sich die Größe ändern?
Ja. Die Länge ergibt sich allein aus der Zahl der Schlitze im Rückgrat, die Tiefe aus dem Radius der Lamellen. Dieselbe Zeichnung liefert eine kurze Leseleuchte oder ein Lichtband über die ganze Wandbreite.
Kann ich die Lamellenlampe bestellen?
Als fertiges Produkt steht sie nicht im Shop — sie ist ein eigener Entwurf, kein Katalogartikel. Wer sie nachbauen will, schickt uns seine Zeichnung oder zeichnet sie im Modeller; wir schneiden die Teile aus dem gewählten Material. LED-Streifen, Netzteil, Schalter und Montage kommen nicht von uns, und wer daraus eine Leuchte baut, verantwortet den elektrischen Teil selbst.
- Kunde
- Formulor, Baden-Baden — eigener Entwurf
- Projekt
- Lamellenlampe: Wandleuchte aus gesteckten Halbrund-Lamellen mit indirektem LED-Licht
- Material & Verfahren
- Birkensperrholz, lasergeschnitten; warmweißer LED-Streifen
Mehr dazu: So funktioniert's · Unsere Hängelampen zum Konfigurieren
Entwurf und Fotos: Formulor