Eine Trennwand, die auf gesteckten Füßen steht
Eine klare Acrylscheibe mit Durchreiche, zwei kreuzweise gesteckte Füße — aufgebaut in einer Minute, ohne Werkzeug und ohne Kleber.
Die Scheibe ist ein einziges Teil: ein Rechteck mit großzügig gerundeten Ecken, dessen untere Kante in der Mitte nach oben springt. Dieser Spalt ist die Durchreiche — für die Karte, den Bon, die Ware. Er ist nicht nachträglich ausgesägt, sondern Teil derselben Kontur, die der Laser in einem Zug fährt.
Getragen wird die Scheibe von zwei Füßen, und die sind der eigentliche Entwurf. Jeder Fuß besteht aus zwei Dreiecken, die über einen Schlitz kreuzweise ineinanderstecken; ein weiterer Schlitz nimmt die Scheibe auf. Das eine Dreieck hält sie aufrecht, das andere steht quer dazu und hindert sie am Kippen. Kein Scharnier, kein Winkel, keine Schraube — die Verbindung ist die Geometrie.
Der Aufbau ist Absicht, denn ein solches Stück muss man verschicken können. Flach verpackt sind es fünf Teile: die Scheibe und vier Dreiecke. Zusammengesteckt verschwindet die Konstruktion optisch fast — auf den Aufnahmen vor schwarzem Grund sind vor allem die Schnittkanten zu sehen, die das Licht führen.
- Kunde
- Formulor, Baden-Baden
- Projekt
- Trennwand aus fünf Teilen: eine Scheibe mit Durchreiche, zwei Standfüße aus je zwei gesteckten Dreiecken
- Material & Verfahren
- Acrylglas klar, lasergeschnitten — ohne Gravur, ohne Kleber
Mehr dazu: So funktioniert der Modeller · So funktioniert's
Fotos: Formulor